... in Christbaumkulturen

Es gibt weltweit rund 800 Schafrassen, aber nur Shropshire Schafe können in Christbaumkulturen zur Graswuchsregulierung eingesetzt werden, weil bei richtiger Weidetechnik und guter Gesundheit der Tiere Nadelbäume nicht verbissen werden.

Diese Eigenschaft macht sie zu der zur Zeit interessantesten Schafrasse in unseren Breiten. Bisher wurden in Christbaumkulturen Herbizide eingesetzt um das Gras zu bekämpfen. Die Verwendung von Herbiziden ist aber nicht ganz ohne Probleme. Wenn man den wirtschaftlichen und umweltmäßigen Effekt bedenkt, scheint der Einsatz von Shropshire Schafen in Christbaumkulturen eine gute Möglichkeit zu sein, um sie von unerwünschten Graswuchs freizuhalten.

Außerdem sind die Bedenken der Verbraucher zu berücksichtigen, die einen möglichst unbehandelten Christbaum kaufen wollen.

Je ha Christbaumkultur benötigt man ca. 5 bis 10 Schafe. Die Schafe kommen im April in die Kulturen. Alle paar Wochen sollen die Schafe in eine neue Kultur kommen. Dadurch werden die Flächen sauberer abgeweidet und der Parasitendruck auf die Tiere ist geringer. Die Tiere müssen mehrmals jährlich mit geeigneten Entwurmungsmitteln (Tierarzt) entwurmt werden. Eine Mineralstoffmischung (Schafopt) soll zur freien Aufnahme bereitstehen. Es ist auch darauf zu achten, daß die Tiere einen geeigneten Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung haben. Größere schattenspendende Bäume reichen dafür aus. Am Ende der Vegetationsperiode sind die Tiere rechtzeitig aus den Kulturen zu nehmen.